Unsere Thailandreise – Hannoversche Kaffeemanufaktur

Unsere Thailandreise

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Unsere Thailandreise

Vor kurzem nutzten wir die Gelegenheit, der Produktionsstätte eines ganz besonderen Kaffees, einen Besuch abzustatten.
Unser Pang Khon stammt aus dem Hochland von Thailand und wird dort in liebevoller Handarbeit vom Bergvolk der Akha kultiviert.
Stellt euch eine wunderschöne Landschaft vor, geprägt von steilen Hängen, bewachsen von saftigen Bananen, Orangen und Kokosnüssen.
Es ist warm, die Luft ist feucht und wir haben noch einen weiten Weg vor uns bevor wir zum Zielort, der Kaffeefarm in Chiang Rai und Pang Khon gelangen. Im Dorf herrscht eine beeindruckend entspannte Stimmung. Kinder spielen Ball auf der Straße und Hunde laufen dazwischen umher.
Wir werden mit dem Truck abgeholt und fahren nun gemeinsam dahin, wo der Kaffee wächst.
Die Familie Abuya begrüßt uns als wir mit dem Auto eintreffen. Wir parken am Wegrand und stehen plötzlich vor steilen Hang teilweise gefüllt mit leuchtend Roten Kaffeekirschen und zahlreichen Schattenbäumen, die die Kaffeepflanzen tagsüber vor zu viel Sonne schützen.
Bereits auf den ersten Blick lässt sich erkennen, dass hier gute Kaffees wachsen. Der Boden ist trocken, jedoch leicht bedeckt mit Unkraut. Die Pflanzen haben tiefgrüne Blätter und stehen nicht zu dicht.
Die Pflanzen, so erfahren wir, sind etwa 10 bis 15 Jahre alt bevor sie durch Jungpflanzen ersetzt werden oder zumindest zurückgeschnitten werden. Es ist Erntezeit in Thailand. Es ist also in der gesamten Region, welche sich fast ausnahmslos dem Kaffee verschrieben hat, einiges los. Wir sind erstmal bei der Ernte dabei. Von Hand wird jede rote Kirsche genau unter die Lupe genommen damit nur die schönsten am Ende in der Aufbereitungsanlage landen. Es ist warm, feucht und wir stehen zwischen dem Kaffee am steilen Hang.
Einzeln werden die Roten Kirschen vom Strauch in den Korb gesammelt, den jeder um seinen Bauch geschnallt hat.
Durch den äquatornahen Breitengrad geht die Sonne allerdings schon recht früh unter. Allerdings heißt das noch nicht, dass wir aufhören zu arbeiten. Jetzt geht es weiter mit der Aufbereitung des Kaffees. Hier werden nun die Kirschen nochmal sortiert und anschließend geschält. Nun liegen die Bohnen im eigenen Saft, der sogenannten Melasse für etwa 24 Stunden.
Es ist also bereits der nächste Tag an welchem wir die Bohnen waschen können. In mehreren Vorgängen werden die Bohnen von der Melasse befreit bis sie ganz stumpf sind und zum Trocknen ausgelegt werden. Dort liegen die Kaffeebohnen nun für ein paar Tage in der prallen Sonne und trocknen. Um sie sicher transportieren zu können, darf die Feuchtigkeit der Bohnen 12 Prozent nicht überschreiten.
Die Kaffees werden, wenn sie auf den Trockenbetten liegen, regelmäßig gewendet, damit sie gleichmäßig trocknen können.
Wenn wir nicht gerade dabei sind Kaffee zu ernten oder die Aufbereitungsanlage zu inspizieren, genehmigen wir uns einen frisch zubereiteten Kaffee in dem Lokalen Kaffee und beobachten das Geschehen in dem Dorf. Alle kennen sich und unterstützen sich gegenseitig. Es ist ein beeindruckend harmonisches Miteinander beim Bergvolk der Akha im Hochgebirge Thailands.

Über den Kaffee

Beim pflanzen der Kaffeesträucher werden nur ausgewählte Kaffeevarietäten wie Cattura, Catuai oder Bourbon genutzt, welche in Kombination mit dem ökologischen Anbau und der abwechslungsreichen Bepflanzung der Farm, eine außergewöhnliche Kaffeequalität gewährleisten.
Die Kaffees der Region erreichen zwischen 84 und 88 Punkten und sind geprägt von einem äußerst komplexen Aroma von Karamell und süßen Früchten.