Latte Art – Hannoversche Kaffeemanufaktur
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Latte Art

Was ist Latte Art:

Latte Art beschreibt die Kunst mit Milchschaum Formen und Figuren in den Cappuccino oder Flat White zu zeichnen. Angefangen beim Herzen bis hin zum Phönix und Elefanten sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Jedoch muss man, um selbst perfekte LatteArt zu kreieren, einige Punkte beachten.

Utensilien:

Was wir benötigen:
Neben einer Espressomaschine brauchen wir:

Die Milch:

Auch wenn viele es behaupten, kommt es beim Schäumen nicht unbedingt auf den Fettgehalt der Milch an, dieser ist lediglich für den Geschmack relevant. Wir empfehlen daher eine frische Milch (am besten aus der Region) mit einem hohen Fettgehalt für den besten Geschmack, aber auch Sojamilch oder Barista-Hafer-Milch sind natürlich möglich, wenn Ihr auf normale Milch verzichten wollt.

Die Crema:

Die Crema auf unserem Espresso wird benötigt, damit wir einen schönen Kontrast zwischen der Milch und dem Kaffee haben. Da die Crema jedoch mit der Zeit zerfällt, sollten wir den Espresso möglichst gleichzeitig mit der Milch zubereiten, um ihn direkt weiterverarbeiten zu können, wenn die Crema noch frisch ist. Bevor wir mit der Latte Art beginnen und die Milch in den Espresso gießen sollten wir diesen noch einmal kurz schwenken, um die Crema gleichmäßig zu verteilen.

Das Schäumen:

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus der Kunst des Schäumens. Ihr solltet wissen, dass es zum Üben der Latte Art von größter Wichtigkeit ist, das Schäumen zu beherrschen. Nur, wenn wir die Konsistenz des Milchschäumens konsistent reproduzieren können, lässt sich Latte Art gut üben.
Kurz zur Technik: Das Schäumen mit der Dampflanze der Siebträgermaschine ist in zwei Phasen unterteilt. Die Ziehphase und die Rollphase.
Wir befüllen das Kännchen bis etwa zur Hälfte mit Milch und tauchen die Dampflanze dann etwa einen halben Zentimeter in die Milch. Dann drehen wir den Dampf voll auf. Die Milch sollte nun möglichst gleichmäßig rotieren. Nun bewegen wir das Kännchen ein kleines Stück nach unten bis wir ein Zischen hören. Das bedeutet, dass nun Luft in die Milch eingepustet wird, welche das Volumen des Milchschaums erhöht. Dies bezeichnen wir als Ziehphase. Wenn die Milch gut handwarm ist und wir das Volumen der Milch um etwa 30 Prozent erhöht haben, tauchen wir wieder etwas tiefer in die Milch ein und lassen die Milch weiter rotieren, die sogenannte Rollphase, bis die gewünschte Temperatur von maximal 65 Grad erreicht ist.
Milch vorbereiten:

Um nun gießen zu können, muss die Milch eine gleichmäßige Konsistenz haben. Um dies zu fördern, schwenken wir das Kännchen und klopfen es leicht auf den Tresen, um somit die letzten größeren Luftbläschen zu entfernen.
Dann füllen wir einen Teil der Milch schwungvoll in das zweite Kännchen, sodass genau die Menge übrigbleibt, welche wir zum Befüllen der Tasse benötigen.
Noch einmal schwenken und wir sind bereit.

Das Gießen:

1. Wir gießen die Milch mit einem Abstand von etwa 10cm zur Crema und einer mittleren Geschwindigkeit in den Espresso. Leicht kreisende Bewegungen helfen die Crema zu verteilen.
2. Wenn die Tasse etwa zur Hälfte gefüllt ist, senken wir das Kännchen ganz nah an die Crema, damit die Geschwindigkeit der Milch, wenn sie auf die Crema trifft, so gering wie möglich ist.

3. Wir halten das Kännchen still in den mittleren Bereich der Tasse.

4. Wir erhöhen die Geschwindigkeit ein wenig, um mehr festen Milchschaum auf die Crema zu legen. Es bildet sich ein weißer Kreis.
5. Wenn die Tasse fast voll ist, kommt der schwerste Part. Der Milchstrahl wird nach vorne durch den Kreis geschoben, wobei er zum Ende hin immer dünner wird. Dafür heben wir das Kännchen zum Ende hin ein wenig an und erhöhen den Abstand zur Tasse.

Die Formen:

Die soeben beschriebene Form, das Herz, ist die Basis für alle anderen Muster und Figuren. Aber mehr dazu in einem anderen Tutorial.